- „Was ist für euch Demokratie?“
- „Was findet ihr ist ein wichtiger Grundpfeiler der Demokratie?“
- „Wie viele Demokratien gibt es?“
- „Habt ihr von Menschenrechten gehört?“
- „Was haben die mit der Demokratie zu tun?“
Danach thematisierten wir verschiedene Menschenrechte und überlegten uns, inwiefern diese uns in unserem Alltag begegnen und uns wichtig sind.
Im Anschluss daran ging es für uns in die Ausstellung selbst, in einen ehemaligen Bunker.
Als wir die Ausstellung betraten, war es dunkel und das einzige, was unsere Sinne wahrnahmen, war laute Musik. Wenn man dieser folgte, gelangte man in einen Flur und in einen ehemaligen Duschraum, wo neonfarbende Lichter auf uns hinunterschauten und Klaviermusik spielte. Esta erzählte über die Entstehung der Ausstellung und so erfuhren wir, dass das Klavierspiel von Marias Freund gespielt wurde, der im Kampf gegen die russische Diktatur starb. Maria ist ein Mitglied der Pusy Riot Band und auf der Flucht. Aber nicht nur das, durch ihre Aktionen werden Maria und die Bandmitglieder öffentlich angefeindet und angegriffen und wurden bereits in Straflagern inhaftiert. Durch all ihre lauten Protestaktionen sind sie nun auf der Flucht vor Russland, da dieses ihnen nach dem Leben trachtet. Diese Band besteht aus mutigen Frauen, die eigentlich vollkommen normal sind – eine ist Informatikerin, die andere ist Mutter – die aber die zunehmend beengenden Umstände in Russland nicht mehr hinnehmen wollen.
Erinnert man sich all der Strafen, die diese Frauen bereits erdulden mussten, lässt das Maria nur noch furchtloser erscheinen, denn sie hat jeden Raum der Ausstellung persönlich gestaltet, hat alle Texte an den Wänden selbst geschrieben. Für viele mag dies nicht mutig klingen, aber für sie hieß es, sich durch diesen öffentlichen Auftritt in Gefahr zu bringen, sodass die Ausstellung bis zuletzt auch für Mitarbeiter des Museums geheim gehalten wurde. Dies zeigt jedoch umso mehr Marias wichtiges Bedürfnis, ihre Geschichte und die ihrer Freunde zu erzählen.
Als Abschluss besprachen wir unsere Eindrücke und überlegten, ob auch Diktatoren sich noch auf Menschenrechte berufen dürfen oder ob es gerechtfertigt ist, zum Mord von solchen Diktatoren aufzurufen.
Ebenso stellten wir uns gegenseitig Aspekte vor, die uns gerade bewegen und welche Menschenrechte wir gerade am meisten bedroht sehen.
Alles in allem war es eine laute, bereichernde und informative Veranstaltung, auf die wir nicht verzichten möchten. Herzlichen Dank auch an den Förderverein, der uns diesen Ausflug ermöglichte.
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Text: Joselin Ambros Rubio (13 A)
Organisation: Wahlkurs Couragiert, Stephanie Platzer