Schulprofil

Die Städtische Robert-Bosch-Fachoberschule Wirtschaft befindet sich zusammen mit der Städtischen Nelson Mandela Berufsoberschule Wirtschaft und der Städtischen Fachakademie für Heilpädagogik im 2015 neu errichteten Schulgebäude an der Nordhaide, Schleißheimerstr. 510. Die Schule übernimmt für alle drei Schulen im Gebäude die Koordination der Sachwaltung.

Als Abschlüsse bietet die Robert-Bosch-Fachoberschule sowohl die Fachhochschulreife (12. Jahrgangsstufe) als auch die fachgebundene sowie die allgemeine Hochschulreife (13. Jahrgangsstufe) in den Ausbildungsrichtungen Internationale Wirtschaft (IW) sowie Wirtschaft und Verwaltung (WV) an.

Darüber hinaus kann die Fachhochschulreife über den dreijährigen doppelqualifizierenden Bildungsgang Duale Berufsausbildung und Fachhochschulreife (DBFH) erworben werden. Für den Ausbildungsberuf Bankkauffrau/-kaufmann kooperiert die Schule mit der Städt. Berufsschule für Finanz- und Immobilienwirtschaft und für die Ausbildungsberufe IT-Systemkauffrau/-kaufmann bzw. Informatikkauffrau/-kaufmann mit der Städt. Berufsschule für Informationstechnik.

Die Schule zählt etwa 700 Schülerinnen und Schüler. Diese werden in rund 30 Klassen von knapp 60 Lehrkräften unterrichtet (ungefähre Zahlen mit Schwankungen über Schuljahre hinweg).

Eine besondere Herausforderung dieser Schulart ist, dass die Schülerinnen und Schüler lediglich zwei bzw. drei Jahre die Fachoberschule (FOS) besuchen. Es gilt, die Jugendlichen möglichst schnell in dieses neue Schulsystem zu integrieren und die Identifikation mit der neuen Schule intensiv zu fördern. Die Schülerklientel kommt von den unterschiedlichsten Zubringerschulen (Mittelschule, Wirtschaftsschule, Realschule, Gymnasium). SchülerInnen aus etwa vierzig unterschiedlichen Nationen besuchen die Städtische Robert-Bosch-Fachoberschule Wirtschaft. Deshalb bietet die Schule unterschiedlichste Förderprogramme (z.B.: Vorkurs, Vorklasse, individuelle Förderung von SchülerInnen, Förderkurse und Klassenteilungen in Prüfungsfächern, Tutorenstunden von SchülerInnen) sowie eine intensive (Laufbahn-)Beratung.

Des Weiteren werden Wahlkurse und Aktivitäten aus den verschiedensten kulturellen Bereichen angeboten, um den Schülerinnen und Schülern ein möglichst breit angelegtes Bildungsprogramm bieten zu können.

Zum Schulprogramm gehören viele europäische Aktivitäten, wie z. B. die Comenius-Partnerschaft, Erasmus+, fachpraktische Ausbildung im Ausland und der Schüleraustausch mit Partnerschulen in der Ukraine (Kiew) und Spanien (Talavera). Die Schule wurde für ihr langjähriges Engagement als „Schule für Europa“ ausgezeichnet.

Das Engagement an Anti-Rassismus-Programmen ist ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Für Projekte gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wurde der Robert-Bosch-Fachoberschule die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen.

Durch die Teilnahme am medienpädagogischen Pilotprojekt „Konzept Münchner Medienbildung“ (KoMMBi) der Stadt München wurde die Schule für entsprechende Konzepte zur Unterrichts- und Schulentwicklung ebenfalls zertifiziert.

Die Robert-Bosch-Fachoberschule Wirtschaft kooperiert mit der Ludwig-Maximilians-Universität in verschiedenen Bereichen (u. a. Wirtschaft, Studierendenausbildung, sprachliche Förderprogramme (Deutsch als Zweitsprache)).

Mit der schrittweisen Einführung des neuen LehrplanPlus sowie der neuen Schulordnung
(FOBOSO) an den Beruflichen Oberschulen, beginnend im Schuljahr 2017/18 in der 11. Jahrgangsstufe und fortgesetzt im Schuljahr 2018/19 in der 12. sowie 2019/20 in der 13. Jahrgangsstufe, steht die Robert-Bosch-Fachoberschule Wirtschaft weiterhin vor pädagogischen und organisatorischen Herausforderungen wie z.B. der durchgängigen Kompetenzorientierung oder einem veränderten Fächerkanon incl. der Einführung von Wahlpflichtfächern.